Unter dem Motto „Glück für (H)alle“ wurde die neue Merkur Spielbank im Kongress- und Kulturzentrum Halle (kurz: K&K) offiziell eröffnet. Neben diversen Musik-Acts waren auch Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand sowie der 84-jährige Inhaber und Glücksspielmilliardär Paul Gauselmann persönlich bei der Eröffnungsgala zugegen.

Paul Gauselmann (Mitte) eröffnet seine neue Spielbank in Halle (Saale).

Mit dem obligatorischen Banddurschnitt wurde die neue Merkur Spielbank in Halle eröffnet. © Gauselmann.

Tourismusfaktor für die Stadt Halle

Zum ersten Mal seit über fünf Jahren verfügt die knapp 240.000 Einwohner zählende Stadt Halle (Saale) wieder über eine Spielbank. Nach Magdeburg und Günthersdorf ist das neue Etablissement die dritte Spielbank der Gauselmann-Gruppe (Espelkamp, NRW) im Bundesland Sachsen-Anhalt. Dass die Einweihung in den historischen Räumlichkeiten des K&K dementsprechend festlich inszeniert wurde, verwundert kaum.

Nach dem obligatorischen Banddurchschnitt folgten Auftritte von bekannten Sängern wie Oli P. und Marc Terenzi. Dazu gab es zahlreiche Aktionen sowie Ansprachen, unter anderem von Seiten der Politik und dem Merkur-Inhaber Paul Gauselmann persönlich.

Laut Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand passe das Konzept der Merkur Spielbank zur insgesamt positiven Entwicklung der Stadt, außerdem sei die Freigabe vor allem auf Grund erhöhter Nachfrage von Seiten der Bevölkerung erfolgt. Die Merkur Spielbank sei demnach insbesondere als „Tourismusfaktor für die Stadt Halle, der sich sehen lassen kann“ zu bewerten. In diesem Sinne sei man „stolz darauf, dass es gelungen ist, diese Spielbank hier nach Halle zu holen“.

Unternehmensgründer und Vorstandschef der Gauselmann-Gruppe, Paul Gauselmann, griff die Argumente des Bürgermeisters auf, dankte dem Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl für die Vermietung der traditionsreichen Räumlichkeiten des K&K und ging folglich auf die positiven Entwicklungen der Spielbanken in Sachen-Anhalt ein. Der inzwischen 84-jährige Merkur-Chef diesbezüglich im Zitat:

“Wir sind sehr dankbar, dass wir damals den Zuschlag für den Betrieb von Spielbanken in Sachsen-Anhalt erhalten haben. Wir sind uns ganz sicher, dass wir uns auch in Halle, genauso wie in Günthersdorf und Magdeburg, so präsentieren, dass die Menschen, die zu uns kommen, Freude haben werden. Innerhalb von vier Jahren haben wir die Besucherzahlen ebenso wie die Verweildauer jeweils mehr als verdoppelt.”

Engagement im Spielerschutz

Die Planung einer Merkur Spielbank in Halle rief im Vorfeld der Eröffnung auch Glückspielkritiker auf den Plan – auch zu diesem Punkt äußerte sich Paul Gauselmann und zeigte an dieser Stelle Verständnis: Spielbanken haben „auch einen negativen Touch“. Der Unternehmer verwies jedoch gleichzeitig darauf, dass die Unternehmensgruppe sich europaweit sozial engagiere und zu dem „einiges für den Spielerschutz tue“. Das Statement des Glücksspielmoguls in diesem Kontext lautete:

“Wir lenken die Spielfreude der Menschen in geordnete Bahnen. Bei uns wird jeder Betrag über 2.000 Euro dokumentiert. Bei einer Übertreibung wird eingegriffen.”

Modernisiertes Merkur-Spielkonzept

Laut David Schnabel, Geschäftsführer der Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH und Co. KG, verfügt die neue Merkur Spielbank in Halle über ein modernisiertes und überarbeitetes Geschäftskonzept. Die Spielbank startet demnach voll automatisiert mit über 85 Spielgeräten und bietet darüber hinaus die Möglichkeit das Spektrum auf 120 Geräte zu erweitern. Was das Equipment im Detail betrifft, handelt es sich unter anderem um 3D-Spielautomaten sowie elektronische Black Jack- und Roulette-Varianten mit höheren Einsatz- und Gewinnmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Etablissements.

Obendrein wurde ein münzloses, vollautomatisiertes Ein- und Auszahlungssystem integriert, bei dem die Spieler ein Ticket, ähnlich eines Guthaben-Bons, gegen Geldscheine erhalten. Das System wurde vor allem als Präventivmaßnahme zum Schutz vor Überfällen eingeführt. Obendrein verfügt die Spielbank über verglaste Raucherzonen sowie ein weitläufiges Gastronomieangebot. Insgesamt hat Gauselmann über 4 Mio. Euro in den Standort investiert. Geschäftsführer David Schnabel zu dem zukunftsträchtigen Konzept im Wortlaut:

“Das Betriebskonzept Spielbanken, wie man es in den letzten Jahrzehnten in Deutschland gekannt hat, haben wir komplett überdacht und neu aufgestellt. Wir sind die modernste Spielbank Deutschlands und die Ergebnisse geben uns recht, dass wir mit dem, was wir gemacht haben, auf dem richtigen Weg sind.”

Karrierewerbung für Gauselmann

Die Merkur Spielbank Halle zählt indessen bereits über 20 Arbeitsplätze. Paul Gauselmann nutzte die Gelegenheit, um im Rahmen der Eröffnung für die Karrieremöglichkeiten in seinem Familienbetrieb zu werben. Zu diesem Zweck führte der bekannte Automatenkönig – der sein Glücksspielimperium ohne nennenwertes Eigenkapital 1957 mit selbst gebauten Automaten gründete – durch eine angrenzende Passage des K&K, wo sich das Deutsche Automatenmuseum befindet. Hier stehen rund 1.800 historische Münzautomaten, auch aus der Kollektion von Gauselmann.

Erst eine Woche vor der Eröffnung der neuen Spielbank hielt der Selfmade-Millionär in diesem Kontext eine öffentliche Laudatio auf seinen Werdegang und seine langjährigen Mitarbeiter. Gewürdigt wurden Teammitglieder, die bereits 25, 40 oder gar 45 Jahre lang bei Gauselmann beschäftigt sind: „Für mich ist es immer eine besondere Ehre, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einer so langen Betriebszugehörigkeit zu gratulieren“, so Paul Gauselmann, der heute einen milliardenschweren, global agierenden Konzern leitet. Allein in Deutschland liegt der Marktanteil seiner Marke Merkur bei über 40 Prozent.

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